Start Die Mühle Lagepläne Logo & Briefe 1686-1898 1907 1914 1915-18 1921 1923 1927 1930 1934 1940 1945 1946 1948 1950 1959 1963  1966 1998 1999 2006 2007 2010 Impressum  Datenschutz

In Bearbeitung ...

# Logo & Briefe

1939 bis 1948: Kriegsjahre und Nachkriegszeit

1939 - 1945

Während der Kriegsjahre gabe es Zustellungen von Zwangsarbeitern, vermutlich aus Hemer, die den Betrieb besonders für den Bedarf der Wehrmacht unterstützen mussten. Die Arbeit war bestimmt körperlich schwer aber sie hatten zumindest genug Nahrung in einem Landhandel und Mehlbetrieb. Zum Kriegsende ab 1944 war Hochbetrieb, da die Wehrmacht ihr Getreide und ihren Hafer in der Grüner Mühle mahlen ließ (in den bekannten H-VPL-Säcken). Mehlsäcke hatten damals ein Gewicht von 100 kg.


1940

Ein schwerer Unfall auf der Fahrt an der Lenne führt zum Tod des Miteigentümers August Seppelfricke und zwei weiterer Mitfahrer. Bei starkem Regen und schlechter Sicht, die Scheinwerfer waren größtenteils kriegsbedingt verdeckt, kam der LKW von der Straße ab, die teilweise schon von der Lenne überflutet war.



Am 8. Mai 1940 brachte die Westf. Landeszeitung folgende Mitteilung:

"Die Grüne erhält einen neuen Schmuck. Zu den häßlichsten Stellen der Unterergrüne gehörte der Teich vor der Besitzung Seppelfricke. Früher mag dieser Teich einmal als Kraftspender Bedeutung  gehabt haben. Heute ist er so verschlammt und verdreckt, daß das ganze Ortsbild durch diesen Morasttümpel verunziert wird. Schon lange plante die Amtsverwaltung hier eine grundlegende Änderung. Wie wir erfuhren, sind die Bemühungen des Bürgermeisters jetzt so weit gediehen,daß im Laufe dieses Jahres noch mit der Beseitigung dieses Teiches begonnen wird. An Stelle der Schlammassen soll eine Grünanlage geschaffen werden, die der Grüne einen neuen willkommnden Schmuck verleihen wird"[67].


Das geschah darin auch und heute bietet der von Hecken gesäumte Rasenplatz, auf dem Bänke zur willkommenen Ruhe einladen, einen angenehmen Anblick. Der Wasserzufluss im Teichgelände wurde, solange die Kornmühle betrieben wurde (bis 1963) durch Rohre zum Wasserrad geleitet. (No. III der Karte und des Erläuterungsblattes).

Zitat aus “Zur Geschichte der Industrie im Tal der Grüne” von Walter Ewig um 1974

Anmerkung zum Teich bzw. zur Grünanlage:

Der Mühlen-Teich wurde 1848 angelegt. Vor der Umwandlung in eine Grünanlage wurde das Wasser, das ja zum Antrieb des Mühlrades bis zum Abbau 1963 benötigt wurde, von einer Wehranlage im Bereich Bauer Stamm über Rohre entlang der Kirche und dann unter der Grünanlage zum Radgraben geführt.

Das Grundstück wollten die Gebr. Seppelfricke 1934 erwerben als sich herausstellte, dass der Verkäufer gar nicht im Besitz des Grundstückes war.

R. Berlin

Alter Mühlsammelteich - heute Grünanlage